Neuer Bog und Pinterest Traffic nach 6 Monaten – eine Case Study

21. September 2026
Pinterest Marketing
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Vor eineinhalb Jahren hab ich geschrieben, dass du keine 30 bis 50 Pins am Tag brauchst, um auf Pinterest zu wachsen. Dass Qualität immer Quantität schlägt.

Aber behaupten kann ich ja viel. Also hab ich mit einem neuen Finanzblog einen kompletten Account-Aufbau von Null durchgezogen – mit einer Frequenz, die ich neben allem anderen tatsächlich durchhalten konnte. Pinterest Traffic von Anfang an 🎉

In diesem Artikel liefer ich nun den Beweis und zeige dir in Zahlen, wie das erste halbe Jahr gelaufen ist.

Warum überhaupt Pinterest statt Google

Warum ich generell auf Pinterest statt Google setze, hab ich hier ausführlich erklärt. Kurzfassung: AI Overviews beantworten Fragen direkt auf der Suchergebnisseite. Der Klick auf die eigentliche Website wird zur Ausnahme.

Für die Finanznische ist das nochmal dringlicher. Finanzblogs ohne eigene Marke, Erfahrung oder Produkt dahinter haben laut einer Auswertung von 100 einst sechsstellig verdienenden Blogs im Median 99% ihres Google-Traffics verloren. Und auch für den DACH-Raum bestätigt sich das: Die Finanz- und Versicherungsbranche verlor 2026 branchenübergreifend am stärksten, mit 39,3% weniger organischem Traffic.

Oder einfach ausgedrückt: Traffic von Google ist für sehr viele Blogs eingebrochen.

Und ein Blog, dessen Traffic fast ausschließlich auf Google beruht, ist damit kein Fundament mehr, sondern ein Risiko. Ohne Traffic keine Einnahmen.

Deshalb Pinterest. Von Anfang an.

Der Start: neuer Blog und Pinterest-Account in 2026

Der Finanzblog ging online Anfang Februar und bekam einen frischen Pinterest-Account. Der erste Pin ging raus am 1. März. Kein Vollzeit-Projekt, sondern eines von mehreren Projekten, die bei mir gleichzeitig laufen.

Und ich bin genauso vorgegangen wie bei meinen Kund:innen: saubere Recherche, strategische Pinnwände, schrittweise hochfahren. Erst 1 Pin, dann 2, dann 3 – bis zur Zielgröße von 5 bis 7 Pins täglich, da war ich Ende März angelangt. Von dort könnte man weiter auf 10 bis 15, vielleicht auch bis 20 oder 25 hochgehen, wenn entsprechend viel Content vorhanden ist. Es geht darum, den Sweet Spot für genau diesen Account in genau dieser Nische zu finden. Wächst der Account schon gut bei 5 Pins, braucht’s keine 20.

Manuell pinnen vs. Pinterest-Planungs-Tool

Am Anfang hab ich halb-manuell gepinnt. Desktop, Pinterest Native Scheduler, es ist nur möglich 30 Tage einzuplanen und bei 100 eingeplanten Pins ist Schluss.

Mühsam. Nach ein paar Monaten war die Luft raus.

Man sieht’s in der Kurve: Ende Juni ging’s runter. Ganz runter. Am 24. Juni genau ein einziger Pin.

Das war kein Test, das war echte Erschöpfung mit dem manuellen Klicken. Ich hab dann auf Metricool umgestellt und konnte Monate vorplanen statt alle paar Tage dran denken zu müssen.

Und genau dieser Tiefpunkt ist einer der spannendsten Teile vom Case. Denn: was passiert mit dem Wachstum, wenn man mal weniger pinnt?

Die Antwort ist eindeutig: solche kurzfristigen Schwankungen haben keine Auswirkung auf Wachstum und Traffic.

Was ich hier allerdings dazusagen muss und was ich natürlich nicht getestet habe: Wenn man komplett aufhört zu pinnen und erst Monat später wieder anfängt, kann es passieren, dass Pinterest den Account als inaktiv gelistet hat. In so einem Fall ist es manchmal nötig, einen neuen Account zu starten, um weiter zu wachsen.

Pin-Varianten und Pinnwände: wie ich meine Pins verteile

Ich habe angefangen zu pinnen, als auf dem Blog nur 6 Artikel veröffentlicht waren, inzwischen sind es 14 Artikel und 2 Landingpages. Jeder Artikel bekommt erstmal 5 Pin-Grafiken, die ich verteilt auf 6 bis 9 thematisch passende Pinnwände pinne.

Die Anzahl der Pinnwände ist bei jedem Account anders, das hängt vom Thema und vom vorhandenen Content ab. Mein Grundsatz dabei: Ein Pin muss auf mindestens 5 relevante Pinnwände passen, sonst ist das Thema zu eng oder der Pin zu spezifisch.

Jeder Artikel bekommt also viele Pins und somit viele Chancen, auf Pinterest gefunden zu werden. Es bleibt auch nicht bei den ersten 5 Grafiken, man wiederholt diesen Vorgang mehrmals.

Pinterest-Traffic in den ersten sechs Monaten: die Zahlen

Im gesamten Zeitraum laufen auf diesem Pinterest Account 3 bis 5 Pins am Tag. Der Account wächst mit dieser Frequenz gut und zu mehr komme ich grad eh nicht.

Im ersten halben Jahr hat dieser nagelneue Blog mit einer passenden Pinterest Strategie bereits knapp 5000 Besucher angezogen! Über Google kommt quasi noch gar nichts!

Ausgehende Klicks pro Monat:

  • März: 54
  • April: 303
  • Mai: 451
  • Juni: 714
  • Juli: 1.390
  • August: 1.851

Kein einzelner viraler Peak dabei. Kein Glückstreffer, der die ganze Kurve trägt. Die Wachstumskurve geht beständig nach oben, mit den ganz normalen Schwankungs-Zacken.

Und genau das ist der Punkt: mit einer passenden Strategie und einer ausreichenden Pin-Frequenz lässt sich dieses Wachstum planen.

So bekommt ein brandneuer Blog innerhalb kurzer Zeit bereits messbaren Traffic.

Die 2000 ausgehenden Klicks im 30-Tage-Zeitraum hab ich übrigens Anfang des 7. Monats geknackt. An meinem Geburtstag 🎂😄

Was Pinterest-Traffic für deinen Blog möglich macht

Mit Traffic lerne ich meine Zielgruppe kennen. Mit der Zielgruppenkenntnis verbessere ich Content, wähle Themen gezielter aus. Damit kann ich Leadmagnete testen und optimieren. Darüber baue ich eine Liste auf. Und am Ende steht die Monetarisierung.

Ohne Traffic geht davon gar nichts.

Wie viele Pins pro Tag du wirklich brauchst

Du brauchst keine 20 Pins am Tag. Du brauchst nicht mal jeden Tag zu pinnen, wenn du ein Planungstool nutzt.

Was du brauchst: die richtige Frequenz für genau deinen Account, in genau deiner Nische. Bei sind das für den Finanzblog aktuell 3 bis 5 Pins – und selbst als das kurz auf 1 runterging, hatte das keine negative Auswirkung.

Die richtige Frequenz ist keine feste Zahl, die überall funktioniert. Das ist Testen, Beobachten, Anpassen. Über Monate. Genau wie die Keyword-Recherche vorher, die Anzahl der Pinnwände, der Moment, in dem man umstellt, weil manuelles Pinnen einen auslaugt.

Für wen diese Pinterest-Strategie funktioniert

Ich hab nicht erst 14 fertige Artikel gehabt und dann angefangen zu pinnen. Ich hab mit den ersten paar gestartet und parallel weitergeschrieben, während der Pinterest-Account schon lief.

Was es aber braucht: Content, auf den die Pins überhaupt verlinken können. Und Geduld – bei mir hat’s rund fünf Monate gedauert, bis der Traffic wirklich spürbar anzog.

Und es braucht Ausdauer. Der eigentliche Wendepunkt bei mir war nicht „mehr Willenskraft“, sondern der Wechsel zu einem Tool, das mir das Pinnen abgenommen hat. Nur ein paar Wochen oder Monate pinnen bringt nichts, Pinterest ist ein langfristiges Projekt, bringt dafür aber auch langfristig beständigen Website Traffic.

Eine Einschränkung noch, ganz wichtig: Das funktioniert nicht für jede Nische gleich gut und gleich schnell – und selbst innerhalb derselben Nische nicht für jeden Account gleich. Das hängt am Content, arm Pin Design, an der Pinnwandstrategie.

Bei diesem Blog habe ich außerdem nicht einfach bestehende Artikel gepinnt, ich habe zuerst auf Pinterest recherchiert, welche Keywords gesucht werden, und danach die Artikel dafür geschrieben. Der Content war also von Anfang an für Pinterest gedacht. Solche Content-Empfehlungen bekommen meine Kund:innen übrigens auch.

Pinterest-Unterstützung für deinen Blog

Du hast einen Blog und dein Traffic ist eingebrochen? Du suchst eine Alternative zu Google?

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