Erwischt. Ich google selbst kaum noch. Meistens frage ich KI. Aber ja, ich gehöre noch zu den wenigen, die dann nach Quellen fragen und tatsächlich draufklicken – aber ganz ehrlich: wer macht das schon?
Genau deshalb überrascht es mich nicht, wenn ich in letzter Zeit überall dasselbe höre: sinkende Klickzahlen von Google, vor allem seit die AI Overviews ausgerollt sind.
Falls dir der Begriff nichts sagt: AI Overviews sind die von KI generierten Antwort-Kästen, die Google inzwischen über den eigentlichen Suchergebnissen einblendet. Du stellst eine Frage, Google beantwortet sie direkt auf der Ergebnisseite, alles fertig zusammengefasst, oft aus mehreren Websites und Blogs zusammengeklaut. Der Klick auf die eigentliche Website wird dann zur Ausnahme statt zur Regel.
Deswegen setze ich auf Pinterest Blog Traffic. Weil Pinterest anders funktioniert.
Pinterest Blog Traffic vs. Google: Der Beweis in meinen eigenen Analytics
Ich betreibe seit Februar einen Nischenblog – bewusst in einem anderen Themenfeld als mein Pinterest-Business hier. Sieben Monate alt, nichts Großes, aber genug für einen ehrlichen Vergleich.
Hier die Top-Referrer der letzten 28 Tage:

Pinterest: 1.726 Besucher. Google: 1.
Eins.
Und das ist kein Ausrutscher, das hat sich über sechs Monate so aufgebaut. Schau dir den Verlauf der ausgehenden Klicks von Pinterest seit dem Start im März an: Die ersten Wochen passiert fast nichts, ein Klick hier, zwei da. Ab April geht’s langsam nach oben, ein paar Dutzend Klicks am Tag. Mitte Juli dann ein Sprung von rund 40 auf über 90 Klicks an einem einzigen Tag. Seitdem pendelt es zwischen 60 und 95 Klicks täglich.

Google in derselben Zeit? Keine Entwicklung. Keine Kurve, die man zeigen könnte. Der Traffic existiert schlicht nicht.
Über Pinterest kommt innerhalb von wenigen Wochen der erste Blog Traffic und steigt beständig. Über Google: kann man lange warten.
Auch die Google Search Console bestätigt das von der anderen Seite. Sechs Monate, 35 Klicks insgesamt. Durchschnittliche Position: 19,6 – also Seite zwei. Fast alles davon trägt ein einziger Artikel, der auf Position 10 für ein Keyword gelandet ist. Ein Zufallstreffer.

Ein Zufallstreffer ist kein System. Genau das ist der Unterschied zu Pinterest: Dort weiß ich mit Sicherheit, dass ich für die Keywords, die ich anvisiere, auch gefunden werde.
Aber Fun-Fact am Rande: Ausgerechnet der Artikel, der bei Google ein paar Klicks bekommt? Läuft auf Pinterest eher mittelmäßig. 😅
Also ignoriere ich Google-SEO?
Nein. Und das ist mir wichtig, weil es sonst falsch verstanden wird.
Meine Artikel sind trotzdem strukturiert. Trotzdem für Google und KIs auffindbar – das passiert einfach, wenn man sich an Grundlagen hält.
Was ich nicht mache: aktiv Google-SEO betreiben. Keine ausführliche Keyword-Recherche für Google mit Suchvolumen, Difficulty etc. Keine Optimierung, die nur für die Google-Suche gedacht ist. Keine Bestrebungen für Backlinks. Und was man sonst noch so alles tun soll.
Weil ich persönlich das momentan als Zeitverschwendung ansehe.
Nicht weil Google-SEO schlecht wäre. Sondern weil organischer Traffic darüber ohnehin schwer geworden ist und die Basics dafür dann auch reichen.
Ganz ehrlich: Ob Google bei mir besser liefe, wenn ich gezielt Google-SEO betreiben würde kann ich nicht sagen. Mach ich ja nicht. Kann sein, dass da mehr geht. Aber genau das ist der Punkt: Ich will meine Zeit nicht in einen Kanal stecken, bei dem ich vorher schon unsicher bin, ob sich der Aufwand lohnt – wenn der andere Kanal von Anfang an zuverlässig liefert.
Sieben Monate ohne nennenswerten Google-Traffic sind nicht mal ungewöhnlich lang. Laut einer aktuellen Ahrefs-Studie schaffen es nur 1,74 % aller neu veröffentlichten Seiten innerhalb eines Jahres überhaupt in die Top 10 bei Google – 2017 waren es noch 5,7 %. Das ist keine Sondersituation wegen AI Overviews – das zeigt einfach, wie langsam und unwahrscheinlich Google-Rankings grundsätzlich geworden sind. AI Overviews kommen da als zusätzlicher Grund noch oben drauf.
Und noch ein Detail aus derselben Studie, das meinen Zufallstreffer von oben ziemlich gut erklärt: Von den wenigen Seiten, die es überhaupt in die Top 10 schaffen, landet fast die Hälfte (40,82 %) schon im ersten Monat dort. Entweder du gehörst zu dieser kleinen Glücks-Minderheit oder du wartest Monate bis Jahre.
Wie Pinterest den Blog Traffic bringt – ohne Umweg über KI
Bei Pinterest hab ich diese KI Barriere nicht. Der Klick nach der Suche landet nach wie vor direkt auf meiner Website. Kein AI Overview dazwischen, das die Antwort schon vorwegnimmt.
Und der Weg zu echtem Traffic über Pinterest ist machbar – mit einer guten Strategie und effizientem Workflow:
Pinterest-Keywords recherchieren. Passende Keywords finden und Artikel dafür schreiben. Pinnen. Jeder Pin führt zu deinem Blog.
Innerhalb von Wochen wird man gefunden. Nicht erst nach Monaten.
Hier kannst du nachlesen, wie man mit Pinterest startet.
Lohnt sich Bloggen überhaupt noch?
Das ist eigentlich die größere Frage dahinter. Lohnt sich Bloggen überhaupt noch, wenn der Website Traffic über Google sowieso kaum kommt – egal wie gut der Artikel ist?
Meine Antwort: Ja. Aber nur, wenn du nicht nur auf Google wartest, um Traffic auf deine Website zu bekommen.
Wenn du dir mehr Besucher auf deine Website wünschst, aber gerade auf sinkende Google-Zahlen schaust:
Nutze Pinterest. Und bau dir parallel eine E-Mail-Liste auf.
Pinterest bringt auch 2026 noch verlässlich Blog Traffic. Und deine E-Mail-Liste gehört dir – da ist keine KI zwischengeschaltet, die deine Arbeit klaut.
Pinterest rettet dir keinen kaputten Funnel und ist kein Wundermittel. Aber das Problem, das AI Overviews gerade für Google-Traffic sind – das betrifft diesen Kanal einfach nicht.
Und falls du gerade selbst an dem Punkt stehst, wo dir die Zeit fehlt, dich noch in einen weiteren Marketing Kanal einzuarbeiten: Genau dafür gibt’s mich. Ich baue Pinterest-Accounts für Blogs und Businesses auf, die mehr Traffic und Besucher auf ihrer Website brauchen.





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